Grün, grün, grün sind alle meine Wände!


Lesezeit: 4 Minuten

… weil mein Schatz eine Vertikalbegrünung ist.

Was fällt dir zuerst ein, wenn du an eine Großstadt wie Sydney denkst?

Logisch: Opera House und Harbour Bridge stehen bestimmt ganz vorne auf der Liste. Vielleicht auch Hochhäuser, Straßenlärm oder Beton? Ein neuer Trend in der Stadtgestaltung könnte zukünftig ganz andere Assoziationen hervorufen: Natur, Pflanzen, Sauerstoff und Nachhaltigkeit. Das Zauberwort heißt Vertikalbegrünung und Sydneys hierfür bekanntes Gebäude „One Central Park“ geht mit seiner begrünten Fassade und weiteren nachhaltigen Ansätzen mit bestem Beispiel voran!

„One Central Park“ in Sydney

Das Großbauprojekt Central Park beinhaltet die drei Teilkomplexe „One Central Park“, „Park Lane“ und „The Mark“. Das hier abgebildete Gebäude „One Central Park“ besteht aus einer kleinen Einkaufsmall, Apartments und beheimatet zusätzlich an seiner Fassade die größte vertikale Begrünung der südlichen Hemisphäre. Laut Angaben der verantwortlichen Baugesellschaft Watpac wurden hierbei 350 verschiedende Pflanzenarten und insgesamt 85.000 Fassadenpflanzen „verbaut“ – Ziemlich cool!

Insbesondere in Großstädten ist es problematisch, genug Platz zu finden, an denen unsere Lieblingssauerstofflieferanten – Bäume, Büsche, Blumen oder Gräser – wachsen können. Aus diesem Grund werden sie nun zunehmend vertikal, zum Beispiel, an Hausfassaden gepflanzt. Sie nehmen so weniger Platz ein, wandeln das entstandene Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff um und verschönern die Fassaden obendrein.

Technisch und architektonisch kreative Lösungen können mit vielen kleinen Details für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Dieses hübsche Designelement, zum Beispiel, existiert aus einem raffinierten Grund:

Die Spiegel reflektieren das einfallende Sonnenlicht so, dass auch die weiter unten liegendenden Pflanzen genug Licht abbekommen. Nachts wird dieser Bereich dank vieler bunter LEDs zu einem glitzernden Hingucker!

Auch das ausgefeilte Wasserkreislaufkonzept ist ein nachhaltiges Hauptelement des Gebäudes. Die Wasserbereitstellung für das Gießen der Planzen, die Toilettenspülung, Waschmaschine und Klimanlage erfolgt aus recyceltem Wasser. Dies reduziert den Frischwassereinsatz um ca. 40 – 50%.

Die 3-Komponenten-Anlage bestehend aus Warmwasserboiler, elektrischer Kältemaschine und Erdgasanlage wird zur Energiebereitstellung eingesetzt.

Dabei wird z.B. entstehende Abwärme der Erdgasanlage in den Warmwasserkreislauf eingespeist. Außerdem unterstützt „One Central Park“ das Gebäude 1 unserer Uni UTS, welche genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Während „One Central Park“ vorallem abends und nachts viel Energie benötigt, kann tagsüber (in der Universitätshauptnutzungszeit) Energie abgegeben werden.

Für das Gesamtkonzept konnte One Central Park nach dem „Green Star“-Rating des „Green Building Council of Australia“ 5 von 6 möglichen Sternen erlangen und ist somit ein Vorreiter in Sachen nachhaltiger Bau.

Ähnliche Bauprojekte entstehen in Städten in der ganzen Welt. Mit 115.000 Pflanzen besitzt das Santalaia Residential Building in Bogotá (Kolumbien) übrigens die zur Zeit größte lebende Fassade der Welt .

ABER: Es kommt bei solchen Projekten nicht auf die Größe an 😉 Jede Pflanze in unseren Städten macht das Leben ein kleines bisschen schöner und unsere Luftqualität besser. Egal ob horizontal oder vertikal, egal ob es ein Kräuterbeet auf dem Balkon ist, der Efeu am Gartenzaun, die Blumenwiese vor dem Haus oder die selbstgeerntete Kirsche in der Marmelade. Die Summe all dieser kleinen Dinge hat eine Bedeutung für unsere Luft, unsere grüne Seele, für unsere Bienen und unseren Feinschmeckergaumen

Also werdet kreativ und verwendet gerne den Hashtag #greenstepsonredground auf Instagram, um uns eure grünen Ideen und Schritte zu zeigen. Wir sind gespannt!!

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. S. Mönkehaus sagt:

    Hallo ihr Lieben, das ist ja wieder sehr interessant, was ihr da an Wissen zusammen getragen habt!! Bei uns im grünen Elmshorn wird noch fast nur die Erde bepflanzt! Aber dabei tun wir auch unser Bestes, wenn’s auch nur ein kleines Reihenhausgartenhandtuch ist!!Liebe Grüße in die Ferne von Fritz und Sigi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Sigi und Fritz 🙂
      Das ist ein sehr, sehr guter Anfang! Und bei eurem grünen Daumen würde das mit dem vertikal bepflanzen sicher auch sehr gut funktionieren.
      Herzliche Grüße aus Sydney von Angelina und Miriam

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  2. Gitta Kumst sagt:

    Hallo ihr zwei,

    ein sehr interessanter Beitrag, wir waren schon neugierig auf dieses Gebäude. Wir hoffen auf viele Nachahmer. Ein weites Betätigungsfeld für junge Architekten und Haustechnikplaner.

    Hier noch 3 Hinweise in euren Text: Änderungen siehe unten, ich markiere dies einfach im Blog rot.

    Seid lieb gegrüßt von Papa Micha und Mama Gitta

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Ihr beiden!

      Diese Fassadengestaltung ist bestimmt auch ein toller Hingucker für kleinere Hausprojekte oder Bungalows! 🙂
      Wir finden diese Ideen alle ganz toll und freuen uns auf weitere Umsetzungen im kleinen und großen Stil.

      Ganz liebe Grüße
      Miriam & Angelina

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